Manchmal gibt es schon seltsame Zufälle, denn wieder einmal hat die Stiftung Warentest gute Arbeit geleistet. Im Test waren Elektrofahrräder der Marke Victoria. Sie testete die Akku-Ladegeräte bei den Modellen „Kassel“ und „Regensburg“, die vor dem 30.09.2010 gebaut und verkauft wurden. Auch diesmal gab es einiges nicht nur zu bemängeln, sondern es stellte sich heraus, dass dies Akkus gefährlich sind. Die E-Bikes verfügen über einen Akku und ein 700-mA/h-Ladegerät der Firma Ansmann. Laut Stiftung Warentest überhitzen die Akkus während des Ladens. Aus diesem Grunde war der Anbieter gezwungen Akkus samt Ladegeräte zurückzurufen. Doch für einen Mann in Ravensburg kam der Warentest und der Aufruf Ende September 2011 leider zu spät. Zwei Tage nach Veröffentlichung von der Stiftung Warentest, brannte ein Zimmer, am 29.09.2011, durch die Explosion seines E-Bike-Akkus beim Aufladen völlig aus.
Der Mann konnte sich trotz einer Rauchvergiftung gerade noch aus der Wohnung retten, aber es entstand ein Sachschaden von etwa 50.000 Euros. Die Kripo hat ermittelt, dass die Explosion des Akkus der Grund für das Feuer war, doch ist die Ursache angeblich nicht klar. Außerdem sei nicht bekannt, um welche Marke des E-Bikes und des Akkus wie Ladegerät es sich handele. Sehr merkwürdig, eben weil gerade ein paar Tage vorher die Gefährlichkeit eines Akkus von der Stiftung Warentest festgestellt wurde. Doch kann es einem dabei schon kalt über den Rücken laufen. Zumal die Hersteller ja dafür sorgen, dass E-Bikes mit immer größeren Kapazitäten ausgestattet werden. So hat auch der Hersteller der Marke Victoria sogleich für den Austausch der Akkus mit Ladegeräten ein 1000-mA/h-Ladegerät angeboten, wenn die Kunden dafür einen Sonderpreis von 199 Euros berappen.
Da fehlen einem einfach doppelt die Worte! Nun stellt sich bestimmt bei vielen die Frage, wie sicher sind die Akkus/Ladegeräte überhaupt, zumal die Hersteller sich in Design und Konstruktion ständig wetteifern, aber dabei wohl vergessen – Strom kann gefährlich sein!